Gründe & Ziele von Vegetariern

Wer Vegetarier sein oder werden möchte, muss nicht nur seine eigene Ernährung umstellen bzw. anpassen, sondern auch mit den Konsequenzen dieser Lebensweise leben. Da die Gründe und Ziele der Ernährungsweise von Person zu Person recht unterschiedlich sein kann, bilden die Vegetarier keine einheitliche Gruppe von Menschen.

Heutzutage wird die vegetarische Lebensweise oftmals aus gesundheitlichen Aspekten als therapeutische Maßnahme bei Zivilisationskrankheiten, wie zum Beispiel Übergewicht, eingesetzt und kann bei rechtzeitiger Umstellung verhindernd und sogar prophylaktisch wirken.

Durch eine vegetarische Ernährungsweise wird aus ernährungsphysiologischer Sicht vor allem die Fett- und Proteinaufnahme verringert, was zu einer Reduktion des Körpergewichts führen kann und damit einen der wichtigsten Beweggründe für die Umstellung der eigenen Ernährung darstellt. Toxikologische Gründe, sprich der Wunsch nach einer Verringerung der Schadstoffaufnahme durch eine gezielte Nahrungsmittelauswahl und ökologische Gründe, d.h. die Vermeidung von Veredlungsprodukten und die Schonung natürlicher Ressourcen sind bedeutende Schlüsselfaktoren, wenn es darum geht, sich für eine vegetarische Ernährungsweise zu entscheiden.

Des Weiteren können die Beweggründe aber auch auf weltanschaulichen Aspekten beruhen, diese können religiöser sowie ethischer Natur („Töten als Tabu“) sein oder weil man aus ästhetischen Gründen beispielsweise den Anblick toter Tiere meiden will. Auch philosophische Beweggründe können genannt werden, die die Denk- und Lebensweise der Menschen beeinflussen und sich daher auch auf die jeweilige Ernährungsweise auswirken.

Damit man das notwendige Verständnis für Vegetarier aufbringen kann ist es wichtig, sämtliche für die unterschiedlichen Formen des Vegetarismus verantwortlichen Beweggründe zu kennen.