Aufgaben & Eigenschaften der Nährstoffe
Damit alle Stoffwechselvorgänge reibungslos ablaufen können, ist jeder Nährstoff im Organismus für ganz spezielle Aufgaben verantwortlich. Mangelzustände sollten möglichst vermieden werden, da diese zu Funktionseinschränkungen führen und das Entstehen von verschiedenen Krankheiten begünstigen. Zwar wird Wasser nicht unter dem Begriff Nährstoff geführt, trotzdem ist es zwingend notwendig, da es für das Stoffwechselgeschehen erforderlich ist.
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die einzelnen Aufgaben der Nähr- bzw. Wirkstoffe, sowie mögliche Auftrittsformen eines Mangelzustands:
- Eiweiß: Dienen dem Aufbau und der Erhaltung von Körperzellen; Mangelzustände äußern sich in Störungen der körperlichen und geistigen Entwicklung, in Störungen der Leistungsfähigkeit und im Nachlassen der Widerstandsfähigkeit
- Fett: Sind Energielieferant, Lieferant der essentiellen Fettsäuren und Träger der fettlöslichen Vitamine; Mangelzustände äußern sich in Untergewicht, Vitaminmangel der fettlöslichen Vitamine und ekzematöse Hautkrankheiten
- Kohlenhydrate: Sind Energielieferant und dienen der Aufrechterhaltung der Körpertemperatur
- Vitamine: Dienen der Regelung von Stoffwechselabläufen; Mangelerscheinungen äußern sich in einer Beeinträchtigung der Stoffwechselfunktionen und Vitaminmangelkrankheiten
- Mineralstoffe/Spurenelemente: Dienen dem Aufbau und dem Erhalt des Körpers und regeln die Stoffwechselabläufe; Mangelerscheinungen äußern sich im Abbau von Körpersubstanz und spezifischen Mangelerkrankungen
- Ballaststoffe: haben eine Verdauungsfördernde Wirkung, dienen der Verhütung von Darmerkrankungen, der Vermeidung von Funktionsstörungen im Darmtrakt und sorgen für lang anhaltende Sättigung; Mangelerscheinungen äußern sich in Verdauungsstörungen, einer Begünstigung der Entstehung von Darmerkrankungen, einer Begünstigung der Entstehung von Stoffwechselstörungen und –erkrankungen
- Wasser: Dient als Transport- und Lösungsmittel für Nährstoffe etc., dem Aufbau und Erhalt von Körperzellen und der Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen; Mangelerscheinungen äußern sich im Zurückhalten harnpflichtiger Substanzen, einer Bluteindickung bis hin zum Kreislaufversagen und einem Mangel an Nährstoffen
Die Nährstoffdichte
Ist von der so genannten Nährstoffdichte eines Lebensmittels die Rede, so ist damit das Verhältnis vom Nährstoffgehalt bezogen auf die Energie gemeint. Infolgedessen lassen sich anhand der Nährstoffdichte auch die Qualität und der gesundheitliche Wert eines Nahrungsmittels bestimmen. Dies geschieht mittels der Formel
Nährstoffdichte = Nährstoffgehalt (g/mg/µg in 100g) / Energiegehalt (kcal)
Der Energiegehalt
Je nachdem wie hoch die Nährstoffdichte ist, desto günstiger verhält sich auch das Verhältnis zwischen dem Nährstoff- und dem Energiegehalt. Vor allem bei einer energiebegrenzenden Ernährungsweise (z.B. Reduktionskost) spielt die Nährstoffgröße eine immens wichtige Rolle, trotz alledem sollten aber sämtliche Nährstoffe in ausreichenden Mengen zugeführt werden. Beim Beispiel der Reduktionskost sollten vor allem Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte verzehrt werden. Kilojoule bzw. Kilokalorien sind die gängige Einheit für den Energiegehalt von Lebensmitteln.
Infolge der Oxidation werden sämtliche Nährstoffe im Körper verbrannt, sodass Energie freigesetzt werden kann. Dementsprechend lässt sich jedoch auch eine Unterscheidung machen, welche Nährstoffe Energie liefern und welche nicht.
Nährstoffe, die Energie liefern und deren Energiegehalt:
- Eiweiß (1g = 4,2 kcal)
- Fett (1g = 9,3 kcal)
- Kohlenhydrate (1g = 4,2 kcal)
- Alkohol (1g = 7,0 kcal)
Fett liefert pro Gramm doppelt so viel Energie wie die gleiche Menge an Eiweiß oder Kohlenhydraten.
Nährstoffe, die keine Energie liefern:
- Ballaststoffe (nicht verwertbar)
- Vitamine
- Mineralstoffe/Spurenelemente
- Wasser