Was ist eine Ernährungsberatung?

ErnährungsberatungUnter dem Begriff “Ernährungsberatung” können sich heute die meisten Menschen nichts Exaktes mehr vorstellen. Dies hat die Ursache in der Komplexität des Themas und an der horrenden Anzahl von Ernährungsberatern, die ihre Schwerpunkte teilweise sehr unterschiedich setzen. Im folgenden Text wird der Rahmen einer guten Beratung erläutert und welche Leistungen von einem Ernährungsberater erbracht werden müssen.

Inhalt einer guten Ernährungsberatung

Unsere Ernährung beeinflusst nicht nur, ob wir Hunger haben oder nicht, sondern hängt auch eng mit dem Wohlbefinden und der Gesundheit zusammen. Deswegen sollte eine gute Beratung auf das gesamte Feld der Ernährung, also den allergologischen, den biochemischen und den physiologischen Segmenten eingehen und deren Zusammenhänge erklären. Dieser Bereich ist deshalb wichtig, da er aufzeigt, dass der Körper ein hoch komplexes Gebilde ist, welches schnell etwas schlechter funktionieren kann wenn Nahrung aufgenommen wird, die nicht zu dem einzelnen Menschen passt.


Beratung zur ErnährungThemen wie Lebensmittelstruktur und die daraus resultierenden Auswirkungen auf unseren Körper, sollten auch mit in dem Gespräch vorkommen. Hier geht es im Besonderen um das Verständnis der Lebensmittel und welche Stoffe der Körper benötigt und was diese Lebensmittel für Reaktionen im Körper auslösen. Dieser Bereich wird in der Regel mit der Ernährungslehre kombiniert. Hier wird auf verschiedene Ernährungsformen eingegangen, wie Vegetarismus oder Ähnliches und erläutert wie die Ernährung strukturiert sein sollte.

Spezielle Aspekte einer gesunden Ernährung, wie Körperbewusstsein, Lebensführung und Essverhalten können dann individuell ergänzt werden, da jeder Mensch andere Probleme mit der Ernährung hat und dieses deswegen nicht pauschalisiert werden kann. Es wäre nicht sinnvoll, wenn einem Patienten alles über erhöhtes Cholesterin gesagt wird, wenn dieser aber eigentlich nur Bluthochdruck hat. So gliedert sich nach der anfänglichen Basisberatung die weitere Beratung in Felder wie Cholesterin, Verdauung, alternative Ernährung, Ernährung in der Schwangerschaft, Ernährung bei Sportlern und noch vieles mehr auf. Diese Struktur ist sehr wichtig, da eine gute Ernährungsberatung immer auf die gegebene Lebenssituation eingehen sollte, da diese auch ein wichtiger Aspekt einer gesunden Ernährung ist und diese beeinflusst.

An wen richtet sich eine Ernährungsberatung?

Inhalte einer ErnährungsberatungDa sich die Beratung in solch facettenreiche Gebiete aufteilt, richtet sie sich im Prinzip an alle  Menschen, die sich in einer speziellen Lebenssituation befinden und ihre Ernährung an diese anpassen müssen. Jedoch sollten gewisse Gruppen besonders auf eine gesunde Ernährung wert legen und sich dementsprechend eingehend beraten lassen. Damit sind zum Beispiel Sportler gemeint, die durch ihre hohe Belastung des Körpers und der damit einhergehenden notwendigen Ernährung bestimmte Bedürfnisse haben, um Mängel im Bereich Mineralien, Vitamine etc. vorzubeugen. Auch eine schwangere Frau hat durch den Fötus in den neun Monaten spezielle Bedürfnisse, die von der täglichen Nahrung befriedigt werden müssen, um zu vermeiden, dass das ungeborene Kind im Bauch geschädigt wird und auch die Frau ausreichend versorgt bleibt. Eine weitere Gruppe sind Menschen mit Fehlfunktionen, wie Diabetes oder eine Störung der Schilddrüse, die auf eine Beratung angewiesen sind, um die Fehlfunktionen auszugleichen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten!?

Da es sich bei der Ernährungsberatung um einen präventiven Teil der Medizin handelt, wird diese von den Krankenkassen bezuschusst. Um die Leistung mit der Krankenkasse abrechnen zu können müssen die Berater entweder Oectrophologen oder Diätassistenten sein, da sie die nötigen Qualifizierungen bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung oder generell in ihrer Ausbildung absolviert haben. Ein prinzipielles Problem im Bereich gesunde Ernährung ist, dass der Begriff Ernährungsberater nicht gesetzlich geschützt ist und somit sich eigentlich jeder so nennen darf und es somit schwierig ist einen seriösen Berater zu finden. Zwei Faktoren geben jedoch die richtigen Hinweise. Zum einen sollte das Zertifikat vorhanden sein, dass den Berater als Fachmann ausweist und zum anderen sollte bei dem Gespräch darauf geachtet werden, dass der Berater neutral ist und während der gesamten Ernährungsberatung auch bleibt. Darunter wird verstanden, dass der Ernährungsberater keine Werbung für ein bestimmtes Produkt macht oder generell nicht objektiv ist.

Weiterhin ist zu beachten, dass nicht alle Leistungen eines Ernährungsberaters von den Krankenkassen übernommen werden. Geht ein Patient mit Diabetes zum Beispiel zu einem Ernährungsberater wird die Leistung im vollen Umfang von den privaten und gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Möchte sich jedoch eine schwangere Frau beraten lassen, die nicht in den Bereich Risikoschwangerschaft fällt, werden die Kosten nicht übernommen, da der Frauenarzt eine oberflächliche Beratung übernehmen muss und die nötigen Zusatzstoffe in Form eines Ergänzungspräparates verschreibt. Generell kann im Prinzip gesagt werden, dass ohne eine Überweisung vom Hausarzt immer damit gerechnet werden muss, dass die Kosten selbst getragen werden müssen und nicht von der Krankenkasse übernommen werden.